Indien beheimatet beide Rote-Panda-Arten

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Dieses Foto zeigt einen Roten Panda im Zoo von Darjeeling in Indien. Ein Forscherteam hat herausgefunden, dass beide Arten von Roten Pandas in Indiens Natur heimisch sind. Foto: Ankur Panchbudhe/flickr – CC BY 2.0

Sowohl der Himalaya Rote Panda (Ailurus fulgens) als auch der Chinesische Rote Panda (Ailurus styani) sind in Indien endemisch. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam unter der Leitung von Dr. Mukesh Thakur in einer Studie des Zoological Survey of India (ZSI). Spuren des Himalaya Roten Pandas wurden in Darjeeling, Sikkim und im westlichen und zentralen Arunachal Pradesh gefunden. Der Chinesische Rote Panda wurde im Dibang-Tal im östlichen Arunachal Pradesh nachgewiesen. Für die Studie wurden 250 Stuhlproben von Roten Pandas in der östlichen Himalaya-Region genetisch analysiert.

Genetische Isolation

Der Siang-Fluss – der Name des Brahmaputra-Flusses im indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh – spielte wahrscheinlich eine entscheidende Rolle bei dieser genetischen Isolation der beiden Panda-Arten. Den Forschern zufolge bildet dieser Fluss die Grenze zwischen dem Roten Panda aus dem Himalaya und dem Chinesischen Roten Panda. Es wird angenommen, dass sich diese vor etwa 230.000 bis 390.000 Jahren getrennt haben. Zeitlich fällt diese Entwicklung mit dem Übergang vom mittleren zum späten Pleistozän zusammen. Laut Dr. Mukesh Thakur war der Himalaya Rote Panda im Vergleich zu seinen chinesischen Artgenossen stärker von der pleistozänen Eiszeit betroffen, was zu einem Rückgang dieser Population führte. Ein Grund dafür könnte sein, dass sich die Himalaya-Region aufgrund des Wechsels von Feucht- und Trockenperioden während dieser Phase der Erdgeschichte topografisch und geologisch stärker verändert hat. Zudem befindet sich der Himalaya Rote Panda geografisch näher bei der tibetischen Hochebene als der Chinesische Rote Panda.

Derzeit arbeitet das Forschungsteam daran, die Genome des Roten Pandas zu analysieren und auch die Korridore im östlichen Himalaya zu kartieren. Dies wird unter anderem zum Schutzmanagement der frei lebenden Population des Roten Pandas in Indien beitragen.


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