Bhutan stoppt Bergbauprojekt in Pandaschutzgebiet

ein roter panda auf einem baum

Um den gefährdeten Roten Panda zu schützen, wurde ein Bergbauprojekt im Westen Bhutans gestoppt. Foto: Pexels

Im Königreich Bhutan wurde auf Druck der Bevölkerung ein Bergbauprojekt gestoppt, das den Lebensraum von Roten Pandas gefährdet hätte.

Wie die staatliche Zeitung Kuensel berichtet, haben die Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes Dorithasa im Westen des Landes erfolgreich Druck auf die Politik ausgeübt, um den geplanten Abbau von Marmor zu verhindern.

Die Distriktversammlung in Bhutan, der Dzongkhag Tshogdu, hat nun beschlossen, die Vorbereitungsarbeiten für den Bergbau auszusetzen.

Schutzgebiet für Rote Pandas

Das potenzielle Abbaugebiet überschneidet sich mit dem Jigme Khesar Strict Nature Reserve, einem Naturschutzgebiet im Westen des Landes. In diesem Areal leben auch die gefährdeten Roten Pandas. Aus diesem Grund ist dort sogar das Schlagen von Holz untersagt. Seit 2019 wurden in diesem Gebiet jedoch Testbohrungen im Auftrag des Department of Geology and Mines des Wirtschaftsministeriums von Bhutan durchgeführt.

Ein Nein mit vielen Gründen

Die Bevölkerung lehnt das Bergbauprojekt jedoch nicht nur wegen der potenziellen Gefährdung für die Rote-Panda-Population ab. Einer der beiden geplanten Blöcke des Abbaugebietes, Block A, liegt oberhalb des Dorfes Dorithasa in einer Gegend, die der lokalen Schutzgottheit Yuelha zugeordnet wird. Schätzungen zufolge beläuft sich das Marmorvorkommen in Block A auf 37 Millionen Tonnen. Block B gilt hingegen als Trink- und Nutzwasserquelle des Dorfes.