Eine 2025 veröffentlichte Studie hat untersucht, ob und wie Rote Pandas in freier Wildbahn mit Kamerafallen fotografiert werden können.

Dies ist wichtig, da Studien zum Verhalten von Roten Pandas zuvor nur durch direkte Beobachtung, Analyse von Fäkalien und den Einsatz von GPS-Halsbändern möglich waren.
Kamerafallen sind eine vergleichsweise neue Methode, doch es fehlte bislang an Wissen darüber, wo die Kameras installiert werden müssen, um verwertbare Aufnahmen von Roten Pandas zu erhalten.
Die Studie von Sonam T. Lama (Red Panda Network) sowie Kathryn A. Bugler, James G. Ross und Adrian M. Paterson von der Lincoln University (Neuseeland) hat versucht, diese Frage zu beantworten.
60.000 Fotos
Die Forschenden installierten Kamerafallen in der Landschaft Kangchenjunga im Osten Nepals, die Heimat der größten lokalen Population von Roten Pandas. Insgesamt wurden 19 Kamerapaare im Wald platziert – jedes Paar bestand aus einer Kamera nahe am Boden und einer Kamera in der Baumkrone in etwa fünf Metern Höhe.
Elf der neunzehn Kamerapaare lieferten Fotos – insgesamt fast 60.000 Aufnahmen. Von diesen zeigten jedoch nur 1,5 %, also 903 Fotos, tatsächlich Rote Pandas. Der Rest der Aufnahmen waren unter anderem Fehlauslösungen oder zeigten andere Tierarten.
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Das Forscherteam zählte insgesamt 59 unabhängige Begegnungen mit Roten Pandas. 21 dieser Begegnungen fanden am Boden statt, und 38 in der Baumkrone. Kamerafallen in den Baumkronen machten achtmal mehr Aufnahmen von den Aktivitäten der Tiere als jene in Bodennähe.
„Zum Beispiel nahm eine Baumkamera während eines 2 Stunden und 18 Minuten dauernden Ereignisses einen Roten Panda bei verschiedenen Aktivitäten auf, darunter Schlafen in unterschiedlichen Positionen, Putzen und Erkunden der Umgebung und der Kamera.“
Lama, S. T., K. A. Bugler, J. G. Ross, and A. M. Paterson. 2025: „Use of Camera Traps to Record Wild Red Panda Activity in Eastern Nepal.” Wildlife Society Bulletin 49: e1583.
Zusätzlich waren die Bilder aus den Bäumen klar genug, um die Gesichtsmarkierungen jedes einzelnen Roten Pandas zu unterscheiden. Obwohl die Montage der Kameras in Bäumen arbeitsintensiver ist, empfehlen die Forschenden, Kamerafallen in Baumkronen in einer Höhe von etwa 5 Metern zu platzieren.
Übrigens waren die Roten Pandas zwischen 4 und 6 Uhr morgens am aktivsten. In diesem Zeitfenster waren Kameraaufnahmen am besten möglich.
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Lama, S. T., K. A. Bugler, J. G. Ross, and A. M. Paterson. 2025: „Use of Camera Traps to Record Wild Red Panda Activity in Eastern Nepal.” Wildlife Society Bulletin 49: e1583. https://doi.org/10.1002/wsb.1583 Lizenz: CC BY 4.0. https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
